Kulturpolitik
19.12.23

Erwartungen der igKultur Ost an den VR und das neue VR-Präsidium von Konzert & Theater St.Gallen

Am 27. November 2023 haben die Genossenschafter:innen entschieden: Susanne Vincenz-Stauffacher ist die neue Verwaltungsratspräsidentin. 

Die igKultur Ost gratuliert und weist darauf hin, dass die von Direktion und Verwaltungsrat vorgegebenen Leitthemen Diversität, Partizipation und Nachhaltigkeit auch durch die Verwaltungsrats-Mitglieder zu leben sind.

Foto: leaderdigital.ch

Sehr ge­ehr­te Frau Vin­zenz-Stauf­fa­cher

Sehr ge­ehr­te Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­rats

am 27. No­vem­ber 2023 wurde über das Ver­wal­tungs­rats­prä­si­di­um von «Kon­zert und The­a­ter St.Gal­len KTSG» ent­schie­den. Die ig­Kul­tur Ost gra­tu­liert Ihnen herz­lich, Frau Vin­zenz-Stauf­fa­cher, zur ein­stim­mi­gen Wahl als neue Prä­si­den­tin.

Wir be­dau­ern zwar wei­ter­hin, dass den Ge­nos­sen­schafts­mit­glie­dern keine «Wahl mit Aus­wahl» ge­bo­ten wurde, sind je­doch sehr zu­ver­sicht­lich, dass mit Ihnen ein neuer Stil der of­fe­nen und trans­pa­ren­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on im Ver­wal­tungs­rat Ein­zug hält.

Als gröss­ter sub­ven­tio­nier­ter Kul­tur­be­trieb der Ost­schweiz ist KTSG gegen innen und ge­gen­über der Öf­fent­lich­keit in der Pflicht, sich wich­ti­gen Dis­kus­si­o­nen über Füh­rungs­mo­del­le und In­hal­te zu stel­len. Gerne er­grei­fen wir den Mo­ment und er­in­nern Sie an die Er­war­tungs­hal­tung der ig­Kul­tur Ost, wel­che auf den Leit­li­ni­en von KTSG ba­sie­ren und wir – als Da­ch­or­ga­ni­sa­ti­on von Kul­tur­schaf­fen­den und Kul­tur­in­sti­tu­ti­o­nen – be­reits vor Ihrer Wahl pu­bli­ziert haben:

  1. Di­ver­si­tät: Zen­tra­ler Bau­stein für Zu­gäng­lich­keit und Of­fen­heit.
    Be­dau­e­r­li­cher­wei­se sind zur­zeit we­sent­li­che Krei­se der Zi­vil­ge­sell­schaft nicht im Ver­wal­tungs­rat re­prä­sen­tiert. Es sind vor allem Per­so­nen mit The­a­ter- und Kul­tur­knowhow un­ter­ver­tre­ten. Mit der neuen Va­kanz im Ver­wal­tungs­rat bie­tet sich al­ler­dings nun die Chan­ce, hier einen Schritt wei­ter­zu­kom­men und zu­künf­tig mehr Di­ver­si­tät zu pfle­gen.
  2. Par­ti­zi­pa­ti­on: Eine ge­sun­de Un­ter­neh­mens­kul­tur und Teil­ha­be.
    Ein aus­ge­präg­tes Team­player-Ver­ständ­nis im Ver­wal­tungs­rat ist auf­grund schlech­ter Er­fah­run­gen in der Ver­gan­gen­heit zen­tral – umso mehr, als das neue In­ten­dan­ten­mo­dell die Ge­fahr von star­ken Hi­er­a­r­chi­en und damit Macht­fül­le mit sich bringt.
  3.  Nach­hal­tig­keit: Res­sour­cen­scho­nen­de und nach­hal­ti­ge Hand­lungs­prak­ti­ken.
    Der Ver­wal­tungs­rat hat bei die­ser The­ma­tik eine Pio­nier­rol­le zu über­neh­men. Es geht darum, nach­hal­tig Res­sour­cen zu scho­nen – vom Ma­te­ri­a­l­ver­schleiss bei den Ku­lis­sen und dem Ener­gie­auf­wand bis zum Re­per­toire und selbst­ver­ständ­lich bei den Men­schen. Der Ver­wal­tungs­rat ist als so­zi­a­les und öko­lo­gi­sches «Ge­wis­sen» des The­a­ters zu ver­ste­hen.
  4. Ko­ope­ra­ti­o­nen: Aus­tausch und Zu­sam­me­n­a­r­beit für eine star­ke Kul­tur­bran­che.
    Zu wün­schen ist schliess­lich auch, dass das The­a­ter stär­ker als bis­her mit an­de­ren Kul­tur­spar­ten, Kul­tur­in­sti­tu­ti­o­nen und mit der frei­en Szene ko­ope­riert. Auch in die­sem Be­reich kön­nen und müs­sen die Wei­chen auf stra­te­gi­scher Ebene ge­stellt wer­den.


Die ig­Kul­tur Ost wird sich wei­ter­hin bran­chen­über­grei­fend für die An­lie­gen und Be­dürf­nis­se der Kul­tur­schaf­fen­den und Kul­tur­in­sti­tu­ti­o­nen, wie die von «Kon­zert und The­a­ter St.Gal­len», ein­set­zen. Wir ste­hen auch als Aus­tausch­part­ne­rin stets gerne zur Ver­fü­gung und freu­en uns auf einen bal­di­gen Aus­tausch mit Ihnen.

Mit freund­li­chen Grüs­sen,

ig­Kul­tur Ost

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