22.4.25

JA zum Lastenausgleich!

Die igKultur Ost unterstützt den breit abgestützten Kompromiss zum Finanzausgleichsgesetz über die zentralörtlichen Leistungen der Stadt St. Gallen. 

Ein JA zum Lastenausgleich am 18. Mai ist ein JA zur Solidarität – auch zu den anderen Kantonsteilen. 

Hoch­schu­le, The­a­ter, Haupt­bahn­hof, Fuss­ball­a­re­na und vie­les mehr: In der Haupt­stadt kommt zu­sam­men, was zu­sam­men­ge­hört. Das gilt für die Stadt St. Gal­len in be­son­de­rem Mass. Als Zen­trum eines kom­pli­zier­ten Ring­kan­tons und mit Aus­serr­ho­der und Thur­gau­er Nach­bar­schaft ist St. Gal­len ein ge­sell­schaft­li­cher Hot­s­pot – mit den ent­spre­chen­den Zen­trums­las­ten.

In der Haupt­stadt bün­delt sich der öV, ste­hen die gros­sen Bil­dungs­in­sti­tu­ti­o­nen, bie­ten Sport und Kul­tur viel­fäl­ti­ge An­ge­bo­te. Der gröss­te Be­trag an Zen­trums­las­ten pro Jahr ent­fällt dabei auf den Pri­vat­ver­kehr und die Stras­sen-In­fra­s­truk­tur (16,7 Mio), da­nach fol­gen Kul­tur (12,2 Mio), Sport und Frei­zeit (7,8 Mio), öf­fent­li­che Si­cher­heit (3,8 Mio) sowie Bil­dung, so­zi­a­le Si­cher­heit und an­de­re Be­rei­che.

Zieht man ab, wo und wie­viel die Stadt ih­rer­seits von ihrer Zen­trums­funk­ti­on pro­fi­tiert, so ver­blei­ben rund 28 Mil­li­o­nen Fran­ken jähr­lich an un­ge­deck­ten Aus­ga­ben. 16 Mil­li­o­nen zahlt der Kan­ton der Stadt bis­her zum Aus­gleich, zu­sätz­li­che 3,7 Mil­li­o­nen will die Re­gie­rung jetzt zu­sätz­lich für drei Jahre spre­chen. Die SVP fin­det das un­nö­tig – und igno­riert, dass vom Las­te­n­aus­gleich alle pro­fi­tie­ren.



Er­s­tens: Ge­ra­­de klei­­ne, nicht auf Rosen ge­­bet­te­te Lan­d­­ge­­mein­­den wären ohne den in­­­ner­­kan­to­na­len Aus­­­gleich chan­­cen­­los. Er sorgt auf di­­ver­­­sen Ge­­bie­ten für mehr Ge­rech­tig­keit.
9 von 10 St. Ga­l­­ler Ge­­mein­­den er­ha­l­ten Aus­­­gleichs­­gel­­der. Die Kom­­pen­sa­ti­on der Zen­trums­las­ten der Haup­t­­stadt ist nur ein Räd­chen in einem sinn­vol­len und funk­tio­­nie­ren­­den Ge­trie­­be. Trotz Aus­­­gleich zahlt die Stadt immer noch 8 Mil­­li­o­­nen Fran­ken jähr­­lich für Leis­tun­­gen, die an­­de­ren zu­­gu­te­­kom­­men.

Zwei­tens: Wenn das Geld knapp ist, geht es den Klei­­nen an den Kra­­gen. In der Kul­tur pro­­fi­tie­ren, allen voran das The­a­ter St. Ga­l­len, die Mu­­se­en und wei­te­­re eta­b­lier­te In­­s­ti­tu­ti­o­­nen vom bis­he­ri­­gen Las­te­n­aus­­gleich. Sie wären dank Leis­tungs­­­ver­­ein­­ba­run­­gen auch bei einem Nein nicht un­­­mit­tel­­bar be­trof­­fen. Ein Nein träfe vor allem das freie Kul­tur­­schaf­­fen. Für den Staat sind 3,7 Mil­­li­o­­nen ein klei­­ner Be­­trag – für di­­ver­­­se Pro­jek­te vom Sport bis zur Kul­tur geht es je­­doch um die Exis­tenz.

Drit­tens: Die Stadt St. Ga­l­len ist seit mehr als zehn Jah­ren im Spa­r­­mo­­dus und spart schon jetzt, wo sie kann. Ende Jahr kommt auf den Kan­ton eine Spa­r­­de­­bat­te zu. Dann­­zu­­mal geht es um
180 Mil­­li­o­­nen Fran­ken, die die bür­­ger­­li­che Mehr­heit im Kan­tons­rat wegspa­ren will. Zu be­­fürch­ten ist, dass auch die Kul­tur­­för­­de­rung davon be­trof­­fen sein wird. Umso wich­ti­­ger ist es, jetzt JA zum Zen­trums­­bei­­trag zu sagen.

Für die ig­­Kul­tur Ost hört die Dis­­kus­­si­on al­­ler­­dings nicht an den Kan­tons­­gren­­zen auf. Auf Dauer braucht die Stadt St. Ga­l­len mehr und sub­­­stan­ti­el­le­­re Un­­ter­­stüt­­zung von Sei­ten der wohl­ha­­ben­­den Ag­glo­­me­ra­ti­­ons­­ge­­mein­­den. Pro Stadt­­­be­woh­­ner:in gehen jähr­­lich Zen­trums­leis­tun­­gen im Um­­fang von 373 Fran­ken an Aus­­wär­ti­­ge. Die Stadt St. Ga­l­len hat die vier­t­höchs­ten Steu­ern im Kan­ton, wäh­rend run­d­her­um die Tie­f­s­teu­er­oa­­sen flo­rie­ren. Ein Nein am 18. Mai wäre daher auch als Si­­gnal an die um­­­lie­­gen­­den Ge­­mein­­den fatal.

Ein JA am 18. Mai stärkt St. Ga­l­len als Haup­t­­stadt mit einem vi­ta­len Kul­tur­le­­ben, als Bil­­dungs­­­stan­d­ort und als Kom­­pe­tenz­­zen­trum, von des­­sen Knowhow und Leis­tun­­gen Ge­­mein­­den in der gan­­zen Ost­schweiz pro­­fi­tie­ren. Statt einem her­­bei­­ge­re­­de­ten Stadt-Land-Gra­­ben braucht der Kan­ton St. Ga­l­len Brü­­cken zwi­­schen Land und Stadt.

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