Im St. Galler Kantonsrat haben am 2. Dezember 2025 die Fraktionen der SVP, FDP, Mitte und EVP eine Motion eingereicht, welche den Lotteriefonds radikal umbauen will. Konkret soll der Beitrag für die Kultur aus dem Lotteriefonds von bisher 80% auf 40% gedeckelt werden. Die igKultur Ost hat diese Motion in einer Medienmitteilung kritisiert, weil sie einen Kahlschlag in der Kultur bedeutet.
Wir alle spüren die Konsequenzen: Kommt diese Motion mit dem eingereichten Wortlaut, sind die Konsequenzen drastisch: Gefährdet sind flächendeckend alle Kulturinstitutionen und Projekte, die aus dem Lotteriefonds Gelder erhalten: grosse Institutionen genauso wie kleinere Kulturbetriebe sowie die Kulturschaffenden selbst. Auch die Jahresbeiträge und Leistungsvereinbarungen sind bedroht. Sie werden zu 60% aus dem Lotteriefonds alimentiert.
Eine Annahme dieser Motion im eingereichten Wortlaut führt unweigerlich zu einem Abbau des Kulturangebots im Kanton St. Gallen. Einige Institutionen werden gezwungen sein, den Betrieb einzustellen. Es droht eine weitere Prekarisierung der Arbeitsbedingungen im Kultursektor und damit verbunden ein Rückgang von Ausstrahlung und Lebensqualität in der Region.
Es ist dringend: Anfang Februar präsentiert die Regierung ihre Antwort auf die Motion. Bereits an der Märzsession des Kantonsparlaments wird über diese Motion abgestimmt. In der Folge erhält die Regierung einen Auftrag, diese Motion auszuarbeiten. Die politische Meinungsbildung findet jetzt statt. Und sie braucht eure Stimme!
Wir müssen handeln…
…und mit Politiker:innen ins Gespräch kommen. Sie müssen spüren, was diese Motion für die Institutionen und die Kulturschaffenden in ihrer Region konkret bedeutet. Diese Sensibilisierung muss durch die betroffenen Personen erfolgen – durch euch! Denn Betroffenheit lässt sich nicht delegieren!
Nimm Kontakt auf mit Politiker:innen aus dem Kantonsrat. Erkläre ihnen, welche Auswirkungen die Motion hat für dich, deine Institution, deine Arbeit. Im Anhang haben wir dir nützliche Dokumente zusammengestellt.
